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	<title>MeinStein &#187; Trauer</title>
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	<description>Dein individueller Grabstein</description>
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		<title>Totenmasken: Warum uns der Blick ins Antlitz der Toten schon ewig berührt und fasziniert</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2016 16:48:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bestattung]]></category>
		<category><![CDATA[Bestattungasrituale]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; Totenmasken: Warum uns der Blick ins Antlitz der Toten schon ewig berührt und fasziniert Wenn uns jemand sehr fehlt, versuchen wir besonders intensiv uns sein Gesicht ins Gedächtnis zu rufen. Auch deshalb sind Totenmasken eine besondere Form des Andenkens. Eine der wohl bekanntesten Totenmasken ist die des im 14. Jahrhundert vor Christus herrschenden ägyptischen ...<a class="post-readmore" href="http://meinsteinblog.de/totenmasken-warum-uns-der-blick-ins-antlitz-der-toten-schon-ewig-beruhrt-und-fasziniert/">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2016/02/513955_original_R_by_Dieter-Schütz_pixelio.de_.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-557" alt="513955_original_R_by_Dieter Schütz_pixelio.de" src="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2016/02/513955_original_R_by_Dieter-Schütz_pixelio.de_-1024x768.jpg" width="1024" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Totenmasken: Warum uns der Blick ins Antlitz der Toten schon ewig berührt und fasziniert</strong></p>
<p>Wenn uns jemand sehr fehlt, versuchen wir besonders intensiv uns sein Gesicht ins Gedächtnis zu rufen. Auch deshalb sind Totenmasken eine besondere Form des Andenkens. Eine der wohl bekanntesten Totenmasken ist die des im 14. Jahrhundert vor Christus herrschenden ägyptischen Pharaos Tutanchamun, die nach ihrer Entdeckung 1922 weltberühmt wurde. Welche Tradition und welche Funktion haben solche Totenmasken eigentlich, wenn es um das Gedenken an die Toten geht, und warum üben sie eine derartige Faszination aus?</p>
<p><b>Wo liegt der Ursprung „begraben“?</b></p>
<p>Auch wir kennen hierzulande Totenmasken meist eher von berühmten Persönlichkeiten her. Im alten Ägypten, Rom, China oder Mexiko und auch bei den Hopi-Indianern legte man den Verstorbenen Totenmasken auf ihr Gesicht. Dies tat man, um sie vor bösen Geistern zu beschützen oder, wie in bei den Ägyptern, um den Geist der Verstorbenen in ihr neues, jenseitiges Zuhause zu geleiten. Die goldene Maske von Tutanchamun war natürlich ursprünglich nicht dafür gedacht, dass sie später im Museum senkrecht ausgestellt werden sollte, sondern dafür vorgesehen, dass sie den König bedecken sollte und dies im Liegen geschieht. Sie geriet neulich in die Schlagzeilen, weil der berühmte Bart abgebrochen war. Genau genommen ist sie aber eher eine Art Plastik, da sie nach ästhetisch-gestalterischen Gesichtspunkten geformt worden zu sein scheint, wie sie in der ägyptischen Darstellungskunst üblich waren und weshalb sie wohl kaum das tatsächliche Antlitz des Pharaos abbildet. Mithilfe solcher Masken sollte früher vor allem die Unsterblichkeit des Geschlechts gesichert werden, wodurch ihre Bedeutung lange im religiös-magischen Bereich angesiedelt waren – so wie etwa auch die Totenabbilder der Römer, die als Andenken Büsten durch Bildhauer erstellen ließen. Die ersten Totenmasken wurden deshalb überwiegend aus Holz oder Stein gefertigt.</p>
<p><b>Wie aus Masken ganze Puppen wurden</b></p>
<p>Bereits zu Zeiten der italienischen Renaissance dienten Gipsabgüsse der Verstorbenen Bildhauern als Vorlagen für Bildnisse der Betreffenden. Die Vorgehensweise, ein komplettes Ganzkörperabbild des Verstorbenen zu schaffen, praktizierten die Engländer erstmals, als sich die öffentliche Bestattung von Edward II von England im Jahr 1337 aus gegebenen Umständen um drei Monate verzögerte. In Frankreich wurde es schließlich im Spätmittelalter gebräuchlich, die Totenmaske des verstorbenen Königs weitestgehend lebensecht zu imitieren. Diese puppenähnliche sogenannte Effigies sollte es ermöglichen, die Trauerfeiern über weitere Tage hinauszudehnen, wo diese Ganzkörperskulpturen aus Holz, Draht und Gips anstelle des Toten saßen. Um sie so echt als möglich aussehen zu lassen, setzte man ihnen bemalte Glasaugen ein und klebte ihnen hierfür sogar echte Haare an. Neben der bisher üblichen Ahnenverehrung kam hierbei auch das Ansinnen auf, die Unvergänglichkeit bestimmter Herrschaftslinien zum Ausdruck bringen zu wollen. Bis ins 18. Jahrhundert war die Totenmaske eigentlich ein „Hilfsmittel“ zur Anfertigung der Effigie. Die Abkehr von dieser „adeligen Schaupuppe“ kam mit der Beisetzung des Schriftstellers Gotthold Ephraim Lessing. Mit seinem Tod wurde die Totenmaske quasi „bürgerlich“. Sie gilt als erste aus Pietät abgenommene Maske und damit als ein eigenständiges Kunstwerk 1791. Seine Freunde ließen sie anlässlich seines Todes für das Trauerzeremoniell als Erinnerungsstück anfertigen.</p>
<p><b>Des Rätsels (Er-)Lösung oder der „Pop-Star“ unter den Totenmasken</b></p>
<p>Für einige verrieten diese Totenmaske aber „viel mehr“. Ende des 18. Jahrhunderts glaubten die Menschen in ihr eine Möglichkeit zu sehen, das Geheimnis über die wahre Persönlichkeit zu erfahren. Sie waren der Überzeugung, dass im Angesicht des Todes auch das wahre Gesicht in Form des Charakters eines Menschen zum Vorschein kommen würde und versuchten, daraus etwas abzulesen. Begründer einer solchen Betrachtungsweise war der Schweizer Pastor Caspar Lavater, der mit seinen &#8220;Physiognomischen Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe“ (1775–78) eine Anleitung schuf, verschiedene Charaktere anhand der Gesichtszüge und Körperformen zu erkennen. Daraus entwickelte sich ein eigener Kult, der einen besonderen Höhepunkt fand, als ein Bestatter in Paris einen Abdruck des Antlitzes einer jungen Frau fertigte. Diese Gipsmaske wurde x-fach kopiert und landete schließlich als Einrichtungsaccessoire in zahlreichen Pariser Haushalten. Die „Unbekannte aus der Seine“ würde berühmt wegen ihres besonders friedlichen Gesichtsausdruckes und zum Symbol des Todes als eine unbeschwerte Erlösung. Die junge Selbstmörderin war um 1900 tot aus dem Wasser geborgen worden und wurde durch die ungewöhnlich hohe Vervielfältigung ihrer Totenmaske nicht nur für die Pariser Bohème ein morbides Kultobjekt, sondern bot auch Jahre später noch Stoff für Literatur und Musik. Aber auch in die Kriminalistik und in der Medizin fanden Totenmasken ihren Eingang. Dort dienten sie als Lehr und Anschauungsmaterial.</p>
<p><b>Andere Länder, andere Sitten</b></p>
<p><b> </b>Früher widmeten die Mexikaner den Toten einen ganzen Monat im Jahr. Dieser „Día de Muertos“ – auf Deutsch „Tag der Toten“, hat eine lange Tradition in Mexiko. Auch heute noch werden dort zu diesem Anlass die Friedhöfe bunt dekoriert. Am letzten Tag finden in den meisten Orten zudem farbenprächtige Paraden statt und es wird in einer Art Picknick an den Gräbern ein Festessen veranstaltet &#8211; die Stimmung ist dabei heiter und jahrmarktähnlich. Auch wenn das Spektakel um Allerheiligen herum stattfindet, von Trauer ist hier keine Spur vorhanden – man feiert die „Begegnung mit den Toten“. Um das Ganze herum hat sich inzwischen sogar eine Art „Merchandising“ entwickelt &#8211; besonders beliebt sind Totenköpfe (auch aus Schokolade) und Skelette. Sinnbild ist der typische Totenkopfschädel von „La Catrina“, dessen äußerliche Aufmachung ursprünglich in der prähispanischen Kultur zu finden ist: Die Mexikaner verkleiden sich mit den typischen Accessoires und schminken sich entsprechend: Das Gesicht wird ganz weiß, mit schwarzer Farbe werden die Augenhöhlen und Nasenöffnungen hervorgehoben und der Mund eines Totenschädels mit entblößten Zähnen und sarkastischem Gesichtsausdruck dargestellt. Diese Art der Gestaltung ist auf Künstler zurückzuführen, welche das Genre der „calaveras“ schufen, einer karikaturistischen Darstellung des Todes, die heutzutage in ihrer geschminkten Ausführung eher an Karneval erinnert – mit der ursprünglichen mexikanischen Totenmaske hat dies nichts mehr zu tun.</p>
<p><b>Den letzten Moment verewigen</b></p>
<p>Totenmasken sind heute auch noch eine mögliche Form in der Trauerverarbeitung, um noch einmal den spezifischen Gesichtsausdruck einzufangen und festzuhalten. Die Herstellung erfolgt inzwischen kaum noch mit einem „Gipsnegativ“, sondern mit einem modernen Abformverfahren aus Silikon. Ihre Herstellung muss nicht sofort erfolgen – man hat nach dem Ableben des Verstorbenen bis zu vier Tage Zeit. Eine solche detailgetreue Nachbildung, welche auch feinste Elemente wie Haaransatz und Augenbrauen mit abbildet, kann man auch zusätzlich vervielfältigen. Mit dem Moment der Abnahme kann darüber hinaus auch eine Handlung des persönlichen Abschieds verbunden werden.</p>
<p>MeinStein Redaktion: Dr. Silvija Franjic</p>
<p>Literatur:</p>
<p>Julian Blunk: Das Taktieren mit den Toten. Die französischen Königsgrabmäler in der Frühen Neuzeit. Wien 2011, S.52.</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/nach-klebstoff-unfall-die-totenmaske-des-tutanchamun-soll.1008.de.html?dram:article_id=334165" target="_blank">http://www.deutschlandradiokultur.de/nach-klebstoff-unfall-die-totenmaske-des-tutanchamun-soll.1008.de.html?dram:article_id=334165</a></p>
<p><a href="http://www.schoen-e-berg.de/index.php/totenmasken-18/die-geschichte" target="_blank">http://www.schoen-e-berg.de/index.php/totenmasken-18/die-geschichte</a></p>
<p><a href="http://www.planet-wissen.de/kultur/brauchtum/masken/pwwbmasken100.html" target="_blank">http://www.planet-wissen.de/kultur/brauchtum/masken/pwwbmasken100.html</a></p>
<p><a href="http://www.mediengeschichte.uni-siegen.de/files/2011/04/Regener_Totenmasken.pdf" target="_blank">http://www.mediengeschichte.uni-siegen.de/files/2011/04/Regener_Totenmasken.pdf</a></p>
<p><a href="http://www.maskara-bonn.de/html/geschichte.html" target="_blank">http://www.maskara-bonn.de/html/geschichte.html</a></p>
<p>Bildquelle: Dieter Schütz  / pixelio.de</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Müssen wir sterben, um zu leben?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2015 08:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[aus dem Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rituale]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/12/251H.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-529" alt="einsamer mann" src="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/12/251H-1024x682.jpg" width="1024" height="682" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Müssen wir sterben, um zu leben?</strong></p>
<p>Viele Menschen zeigen sich bewegt vom aktuellen Edeka-Werbespot zu Weihnachten. Darin täuscht ein Großvater seinen Tod vor, damit sich letztlich doch noch all seine Lieben bei ihm an Weihnachten versammeln. Der Spot trifft sicher nicht jedermanns Geschmack und doch regt er die Meisten zum Nachdenken an. Müssen wir eigentlich erst sterben, damit wir das bekommen, was wir uns vom Leben wünschen?</p>
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<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/V6-0kYhqoRo" height="293" width="520" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
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<p><strong>Noch längst nicht (aus-)gelebt</strong></p>
<p>Wie der Tod uns dem Leben näher bringen kann, zeigen einige Geschichten von Menschen, die erfahren haben, dass sie nicht mehr lang zu leben haben. Dies kann auch zu der positiven Frage führen: „Was schulde ich mir?“ Manche sehen eine Erkrankung als einen Hinweis darauf, dass man mehr so leben soll, wie es einem persönlich entspricht. Seit den 1960er-Jahren begleitet und behandelt Lawrence LeShan Krebspatienten. Er erzählt dabei auch von vielen Patienten, welche die Melodie ihres Lebens gefunden haben und dadurch wieder geheilt wurden. Das hängt mit dem menschlichen Bedürfnis nach der Sinnfindung im Leben zusammen, die sich uns oft erst in existenziellen Krisen erst stellt. Diese Geschichten machen Mut und inspirieren, sein Leben zu überdenken und Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.</p>
<p><strong>Wenn scheinbar keine Zeit mehr bleibt</strong></p>
<p>Steve Jobs hätte sein Leben anders gestaltet, wenn er nochmals die Chance dazu gehabt hätte. Seine Gedanken hierzu gehen gerade vermehrt durch die Social Media Kanäle. Solche Aussagen von einem Menschen, von dem so viele glauben, er hätte „alles“ erreicht. Rückblickend relativiert vor allem die Bedeutung von Geld und Karriere stark. Eine solche Erkenntnis kommt scheinbar für viele zu spät. Die Zeit läuft von nun ab nur davon. Umso mehr rührt hier die Geschichte, in der ein Vater in Frankreich 262 Tage Urlaub geschenkt bekam, um diese mit seiner todkranken Tochter verbringen zu können. Seine 5-jährige Tochter Louann war an Leukämie erkrankt und kämpfte gegen den Krebs. Als der Angestellte eines Kühltransportunternehmens um unbezahlten Urlaub bat, um seiner Tochter zur Seite zu stehen, wurde er überrascht. Seine Kollegen Arbeitskollegen überschrieben ihm nicht nur den Urlaub, sondern sammelten auch für eine Reise, um ihm und seinem Kind noch einen Herzenswunsch zu erfüllen.</p>
<p><strong>Träume sterben nicht</strong></p>
<p>Gerade wenn junge Menschen sterben, dann stellt sich die Frage: Was haben diese vom Leben gehabt und was haben sie verpasst – vor allem, wenn sie in der Blüte ihrer Jugend standen. Kurz vor ihrem Tod verfasste die 13-jährige Talia Castellano eine sogenannte &#8220;Bucket List“. Sie wurde durch ihre Schminkvideos auf YouTube berühmt. Sechs Jahre lang hatte das Mädchen gegen eine seltene Form von Nervenkrebs gekämpft – 5 Tage vor ihrem Tod veröffentlichte sie eine Liste, mit Dingen, die sie vor ihrem Tod gerne noch getan hätte. Neben ganz alltäglichen Dingen, wie mit ihren Freunden auszureiten oder aus einer Kokosnuss zu trinken, hätte sie zum Beispiel gerne ein Auto komplett mit Haftnotizen bedeckt. Oder sie wünschte sich, ihren eigenen Lippenstift zu kreieren. Ihre Fans versuchten nach ihrem Tod, ihr nachträglich so viele Wünsche als möglich von dieser Liste mit 74 Punkten zu erfüllen und verbreiteten davon hunderte von Fotos im Netz. Warum ging manches davon nicht früher, fragt man sich da? Und was davon wäre wirklich wichtig (gewesen)?</p>
<p><strong>Löffelliste – das gute „Ende“ selbst in die Hand nehmen?</strong><br />
Menschen, die ihr Leben bewusst in die Hand nehmen, denken auch über eine solche „Löffelliste“ mal nach. Dabei macht man gezielt eine Aufstellung an Dingen, die man tun möchte, bevor man eben nicht nur sprichwörtlichen den Löffel abgibt. Und warum bis zum „Schluss“ oder kurz davor warten? Es gibt vieler solcher „Hitlisten“. Viele solcher Listen, die man auch häufig im Netz findet, beziehen sich auf Orte, die man gesehen haben sollte oder besonders verrückte Dinge, die man getan haben sollte. Fragt man dagegen Menschen, die im Hospiz sind, was sie gerne noch getan hätten oder im Leben bereut haben, dann bekommt man etwas ganz anderes zu hören: man hätte mehr Zeit mit Menschen verbringen sollen, die man liebt. Der Edeka-Spot ist deshalb so erfolgreich, weil wir alle diese Wahrheit kennen – wir leben sie nur zu wenig.</p>
<p>Redaktion: Dr. Silvija Franjic</p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Jung-von-Matt-Weihnachtskampagne-Warum-im-Edeka-Spot-ein-verzweifelter-Grossvater-seinen-Tod-vortaeuscht-137675" target="_blank">http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Jung-von-Matt-Weihnachtskampagne-Warum-im-Edeka-Spot-ein-verzweifelter-Grossvater-seinen-Tod-vortaeuscht-137675</a><br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/werbung-umstrittener-edeka-spot-extrem-unrealistisch-dennoch-ein-lehrstueck-1.2762408" target="_blank">http://www.sueddeutsche.de/leben/werbung-umstrittener-edeka-spot-extrem-unrealistisch-dennoch-ein-lehrstueck-1.2762408</a><br />
<a href="http://www.focus.de/panorama/welt/autounfall-mit-19-jahren-freunde-erfuellen-lebenstraeume-der-verstorbenen-kaileigh_id_3852177.html" target="_blank">http://www.focus.de/panorama/welt/autounfall-mit-19-jahren-freunde-erfuellen-lebenstraeume-der-verstorbenen-kaileigh_id_3852177.html</a><br />
<a href="http://bfriends.brigitte.de/foren/diagnose-krebs/453268-ihnen-bleiben-nur-noch-wenige-monate-keine-lust-den-loeffel-abzugeben.html" target="_blank">http://bfriends.brigitte.de/foren/diagnose-krebs/453268-ihnen-bleiben-nur-noch-wenige-monate-keine-lust-den-loeffel-abzugeben.html</a><br />
<a href="http://www.bild.de/news/ausland/lebenseinstellung/studie-50-lebenstraeume-der-menschen-28220780.bild.html" target="_blank">http://www.bild.de/news/ausland/lebenseinstellung/studie-50-lebenstraeume-der-menschen-28220780.bild.html</a><br />
<a href="https://de.nachrichten.yahoo.com/%E2%80%9Eerledigt%E2%80%9C--17-j%C3%A4hrige-krebspatientin-konnte-sich-vor-ihrem-tod-fast-alle-w%C3%BCnsche-erf%C3%BCllen-125414057.html" target="_blank">https://de.nachrichten.yahoo.com/%E2%80%9Eerledigt%E2%80%9C&#8211;17-j%C3%A4hrige-krebspatientin-konnte-sich-vor-ihrem-tod-fast-alle-w%C3%BCnsche-erf%C3%BCllen-125414057.html</a><br />
<a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Nach-Krebs-Tod-von-Talia-Castellano-Fans-erfuellen-ihre-Wuensche-id26196566.html" target="_blank">http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Nach-Krebs-Tod-von-Talia-Castellano-Fans-erfuellen-ihre-Wuensche-id26196566.html</a><br />
<a href="http://www.rpr1.de/~run/news/534926/17-jaehrige-erfuellt-sich-ihren-lebenstraum-und-stirbt-dabei" target="_blank">http://www.rpr1.de/~run/news/534926/17-jaehrige-erfuellt-sich-ihren-lebenstraum-und-stirbt-dabei</a><br />
<a href="http://www.welt.de/vermischtes/article148500077/Todkranker-Star-Wars-Fan-darf-Film-vorab-sehen.html" target="_blank">http://www.welt.de/vermischtes/article148500077/Todkranker-Star-Wars-Fan-darf-Film-vorab-sehen.html</a><br />
<a href="http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/todkranken-werden-letzte-wuensche-erfuellt-id10888957.html" target="_blank">http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/todkranken-werden-letzte-wuensche-erfuellt-id10888957.html</a><br />
<a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/von-mensch-zu-mensch/article112895615/Stiftung-erfuellt-den-letzten-Wunsch.html" target="_blank">http://www.abendblatt.de/hamburg/von-mensch-zu-mensch/article112895615/Stiftung-erfuellt-den-letzten-Wunsch.html</a><br />
<a href="http://www.gedankenpower.com/verrueckt-100-dinge-die-sie-tun-sollten-bevor-sie-sterben/" target="_blank">http://www.gedankenpower.com/verrueckt-100-dinge-die-sie-tun-sollten-bevor-sie-sterben/</a><br />
<a href="http://www.todo-liste.de/99dinge/leben" target="_blank">http://www.todo-liste.de/99dinge/leben</a><br />
<a href="http://www.netmoms.de/nachrichten/grosszuegige-kollegen-spenden-262-urlaubstage-an-vater-mit-krebskranker-tochter-114853/?utm_source=other&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=other-huffpost&amp;fbc=other-huffpost&amp;ts=201511271224" target="_blank">http://www.netmoms.de/nachrichten/grosszuegige-kollegen-spenden-262-urlaubstage-an-vater-mit-krebskranker-tochter-114853/?utm_source=other&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=other-huffpost&amp;fbc=other-huffpost&amp;ts=201511271224</a><br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/steve-jobs-biografie-igod-wird-mensch/5748878.html" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/medien/steve-jobs-biografie-igod-wird-mensch/5748878.html</a></p>
<p>Bildquelle: Ryan McGuire</p>
<div></div>
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		<title>Vom kleinen Engel, der ins Licht ging</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 14:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; &#160; Vom kleinen Engel, der ins Licht ging &#160; Wenn ich so zurückdenke, erinnere ich mich daran, dass bei uns zu Hause so gut wie nie Kerzen brannten. Sobald die Tage dunkler und länger wurden, kaufte meine Mutter ein Grablicht. Einmal im Jahr gingen wir zum Friedhof. Dort war meine Schwester begraben, die ich ...<a class="post-readmore" href="http://meinsteinblog.de/vom-kleinen-engel-der-ins-licht-ging/">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/10/725981_original_R_B_by_Marlies-Schwarzin_pixelio.de_.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-505" alt="725981_original_R_B_by_Marlies Schwarzin_pixelio.de" src="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/10/725981_original_R_B_by_Marlies-Schwarzin_pixelio.de_-1024x682.jpg" width="1024" height="682" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Vom kleinen Engel, der ins Licht ging</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ich so zurückdenke, erinnere ich mich daran, dass bei uns zu Hause so gut wie nie Kerzen brannten. Sobald die Tage dunkler und länger wurden, kaufte meine Mutter ein Grablicht. Einmal im Jahr gingen wir zum Friedhof. Dort war meine Schwester begraben, die ich nie kennengelernt habe &#8211; sie starb bereits vor meiner Geburt. „Es war vielleicht besser für sie, dass Gott sie zu sich geholt hat“, sagte meine Mutter oft. Gleich nach ihrer Geburt war meine Schwester an Schläuche angeschlossen worden, wurde beamtet und war körperlich und vielleicht auch geistig behindert gewesen. Den Geburtstag meiner Schwester konnte ich mir mit der Zeit dadurch merken, dass meine Mutter in die Küche ging, sie sich dann dort einschloss und ich sie weinen hörte. Durch die Glaselemente der Tür konnte ich schemenhaft erkennen, dass sie eine Kerze angezündet hatte, mit gebeugtem Rücken am Küchentisch saß, den Kopf auf die Arme gestützt und dort saß, bis es dunkel wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Er rief ihren Namen</strong></em></p>
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<p>Ich kann mich sehr deutlich entsinnen, wie wir jedes Jahr am 1. November an dem Grab meiner Schwester standen, uns Kindern war kalt und wir froren. Den ganzen Weg Richtung „Endstation“ der Straßenbahn und weiter gingen wir immer zu Fuß, obwohl wir hätten fahren können. Wir durften als Kinder dabei nicht rennen, rumalbern uns jagen, wie wir es gewohnt waren. Dieser „Spaziergang“ kam uns ewig vor, vielleicht auch weil sich der Schwermut der Erwachsenen übertrug. Auch heute noch fühlt er sich in der Erinnerung an, wie ein Leidensgang. Dort angekommen standen wir vor dem kleinen Grab mit einem schlichten Holzkreuz, auf dem ihr Name in schwarzen verschnörkelten Lettern stand. Ich weiß noch, wie ich ihn immer wieder bewusst las, wenn ich dort stand, weil er so gut wie nie ausgesprochen wurde bei uns daheim in Zusammenhang mit ihr. Wenn wir ihn sagten oder hörten, dann deshalb, weil eine meiner Cousinen so hieß. Es muss schmerzhaft gewesen sein, diesen Namen immer wieder zu hören, der jetzt so selbstverständlich einem anderen Menschen gehörte. Zu Hause gab es keine Dinge oder Gegenstände, die an das kleine Mädchen erinnerte, das kurz ein Teil unserer Familie gewesen war, sie hatte ihr kurzes Leben von wenigen Monaten im Krankenhaus verbracht. „Gott hat sie zu sich gerufen!“, davon war meine Mutter überzeugt, denn der Tod trat kurz nach der Taufe ein, die man noch notfallmäßig durchgeführt hatte. Meine Mutter klang immer sehr traurig, wenn sie davon sprach und gleichzeitig schien ihr der Gedanke Trost zu spenden, dass es ihr dort besser ging.</p>
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<p><em><strong>Der zweite Abschied</strong></em></p>
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<p>Die Tatsache, dass ich eine Schwester gehabt hätte, beschäftigte mich mit zunehmendem Alter und auch, wenn meine Mutter sich diesbezüglich verschloss, stellte ich als Kind Fragen. Das passierte, nachdem mein Vater uns Kinder einmal anherrschte und aufforderte, wir sollen doch entsprechend Trauer an den Tag legen. Ich hatte kein Bild im Kopf von ihr außer dieses Kreuz, das mittlerweile unter der Witterung gelitten hatte und dieses kleine Grab, um dessen Verlängerung meine Mutter mittlerweile jährlich auf dem Rathaus kämpfte und dabei immer wieder gefragt wurde, wie lange das Kind gelebt hätte, um zu bemessen, ob diese kurze Dauer die Erhaltung des der Grabstätte überhaupt rechtfertigte. Irgendwann bat sie mich, ob ich für sie die Daten in das Formular einzutragen könnte, ich sah, wie ihre Hand bei dem Feld mit dem Todesdatum zitterte, ihr die Tränen in die Augen schossen und sie deshalb nichts mehr sah. Irgendwann kam das Jahr, in dem das Grab geräumt wurde – nach Behördenermessen war die Zeit nun lange genug gewesen. Zu diesem erneuten Abschied nahm uns meine Mutter nicht mit, ich glaube es war ein Gefühl für Sie, alsob sie sie ein zweites Mal verlor.</p>
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<p><em><strong>Ein Licht, das für immer im Herzen brennt</strong></em></p>
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<p>Inzwischen waren wir längst in einem Alter, in dem es nichts mehr damit zu tun haben konnte, dass kleine Kinder und Kerzen keine gute Kombination sind. Trotzdem gab es höchstens Adventskranz. Obwohl ich den Grund ahnte, fragte ich meine Mutter, warum wir nie welche anzündeten. „Sie sind den Toten vorbehalten“, meinte sie. Tatsächlich war bei ihr inzwischen ein Ritual der Andacht daraus geworden. Ich brachte endlich den Mut auf zu fragen, wie sie denn eigentlich gewesen wäre, meine Schwester. Denn ich erinnerte mich, dass die Ordensschwestern, die sie zur Welt gebracht hatten, uns auf der Straße begegneten und dabei auch sagten, ich würde ihr sehr ähnlich sehen. Immer hatte ich gefürchtet, meine Mutter noch trauriger zu machen. Jetzt, wo die Erinnerung alles war, was ihr blieb, fand ich den Mut sie zu fragen. Sie erzählte mir von ihr und auch von der Beerdigung und dann holte sie Fotos, die ich bis dahin nie gesehen hatte. Man sah schwarz gekleidete Menschen, das dunkle Grab und diesen kleinen weißen Sarg und wie er darin verschwand. „Ich muss immer dran denken, wenn ich die weiße Flamme im Dunkeln sehe“, sagte meine Mutter und sie klang gedämpft, als käme ihre Stimme aus der Ferne: „Und immer, wenn das Licht dann ausgeht und der Rauch aufsteigt, dann weiß ich, dass mein kleiner Engel nach da oben gegangen ist.“</p>
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<p>Redaktion: Dr. Silvija Franjic</p>
<p>Bildquelle: Marlies Schwarzin  / pixelio.de</p>
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