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	<title>MeinStein &#187; Gesellschaft</title>
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		<title>Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht: Warum Du rechtzeitig an Dich denken solltest!</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2016 10:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bestattung]]></category>
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		<category><![CDATA[Mediation]]></category>
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		<description><![CDATA[Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht: Warum Du rechtzeitig an Dich denken solltest! Viele von uns denken nicht daran, bis es so weit oder vielleicht schon zu spät ist. Wie handelt man im Sinne eines Menschen, wenn man ihn nicht mehr fragen kann? Da gilt es nun zu entscheiden: für den Partner, die Eltern, das erwachsene Kind. 93 ...<a class="post-readmore" href="http://meinsteinblog.de/patientenverfugung-und-vorsorgevollmacht-warum-du-rechtzeitig-an-dich-denken-solltest/">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2016/01/414841_original_R_K_B_by_Rainer-Sturm_pixelio.de_.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-548" alt="414841_original_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de" src="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2016/01/414841_original_R_K_B_by_Rainer-Sturm_pixelio.de_-1024x682.jpg" width="1024" height="682" /></a></p>
<p><b>Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht: </b></p>
<p><b>Warum Du rechtzeitig an Dich denken solltest!</b></p>
<p>Viele von uns denken nicht daran, bis es so weit oder vielleicht schon zu spät ist. Wie handelt man im Sinne eines Menschen, wenn man ihn nicht mehr fragen kann? Da gilt es nun zu entscheiden: für den Partner, die Eltern, das erwachsene Kind. 93 Prozent von uns kennen die Möglichkeit der Patientenverfügung, mit 40 Prozent denkt fast die Hälfte von uns darüber nach, eine solche zu verfassen &#8211; umgesetzt wird dies jedoch nur von 15 Prozent der Menschen in Deutschland. Das ist also nicht ganz jeder Siebte von uns. Gerade, wenn es um solche wichtigen Dinge geht, sollte uns die Selbstbestimmung noch wichtiger sein.</p>
<p><b>Wenn uns die falsche Angst treibt</b></p>
<p>Schnell kann es passiert sein: Ein tragischer Unfall, eine schwere Krankheit, aber auch die Folgen der natürlichen Alterung stellen uns ganz plötzlich vor eine Entscheidung. Warum sich der größere Teil von uns damit nicht beschäftigen mag, wissen wir ebenso gut als, wie wichtig es wäre, hier entsprechend vorzusorgen. Die Scheu davor reduziert sich umso mehr, umso genauer man weiß, was man selbst tun kann und worauf zu achten ist. Die Sache gewinnt auch an Bedeutung, wenn man sich vergegenwärtigt, dass man selbst unversehens „auf beiden Seiten“ stehen kann: als Mensch, der handeln muss oder als Mensch für den entschieden wird. Wer wirklich für sich Vorkehrungen möchte und seine Angehörigen entlasten will, denkt am besten gleich über eine Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und eine Betreuungsregelung nach.</p>
<p><b>Sicherheit und Klarheit schaffen</b></p>
<p>Bevor man ins Detail geht, sollte man vielleicht erst mal kurz mit den üblichen Vorurteilen und Fehlannahmen aufräumen:</p>
<ul>
<li>Ich bin doch dafür noch zu jung!</li>
<li>Meine Angehörigen wissen, was gut für mich ist!</li>
<li>Ich lade mir einfach etwas aus dem Netz herunter.</li>
<li>Im Krankenhaus oder Pflegeheim tun die ohnehin, was die wollen!</li>
</ul>
<p>Erst mal wissen wir genau, dass wir den Zeitpunkt eines solchen Ereignisses nicht bestimmen können und er mit dem Alter nicht unbedingt etwas zu tun hat. Wer sich mit seinen Angehörigen schon mal über einen Organspendeausweis unterhalten hat, der weiß spätestens dann, wie schnell die Meinungen auseinandergehen können und wie groß der Respekt vor lebenswichtigen Entscheidungen für andere ist. Sich die Sache einfach zu machen, um sein Gewissen zu beruhigen, kann ebenso nicht wirklich im eigenen Interesse sein. Man sollte sich fragen: Was sind meine Glaubensgrundsätze und Wertevorstellungen? Wie möchte ich diese Welt verlassen und was hinterlasse ich damit anderen?</p>
<p><b>Wenn dann richtig: Vorsorgevollmacht mit Patientenverfügung verknüpfen &#8211; auch an die Betreuung denken</b></p>
<p>Wer schon weiter denkt, der sollte möglichst ganzheitlich denken. Erst einmal ist es wichtig, dass alle festgelegten Inhalte schriftlich dokumentiert sind und nicht zu allgemein gehalten sind, in dem Glauben, damit würde man schon alles abdecken. Genauso ist es wichtig, sich die Gesamtsituation vor Augen zu führen: Nicht selten geht es um eine ganze Kette von Ereignissen. Wer sich jetzt überfordert fühlt, sollte nicht zurückschrecken. Es ist möglich, Informationsveranstaltungen zu besuchen und sich rechtlich abzusichern über Textbausteine, die zum Beispiel auch vom Justizministerium zur Verfügung gestellt werden. Das sollte aber nicht davon entbinden sehr konkret in der Ausformulierung zu werden. Aussagen wie: „Ich möchte nicht dahinsiechen“ entsprechen, nur einem allgemeinen undefinierten Wunsch und sind keine klaren Handlungsanweisungen. Vereine, Ärzte und auch Anwälte können hier weiterhelfen – es wird allerdings noch diskutiert, ob Mediziner hierfür ein Honorar erheben dürfen oder nicht. Was Ihnen eine fachkundige Meinung Wert ist, müssen Sie selbst entscheiden.</p>
<p><b>Es geht nur schriftlich!</b></p>
<p>Wenn es um solche wichtigen Dinge, wie Finanzen, Wohnung oder die Gesundheit geht, reicht nicht aus, mit den Angehörigen zu sprechen. Es gilt: Eine schriftlich fixierte Vertretungsvollmacht muss vorliegen – diese kann auch von Hand geschrieben sein. Unser Grundgesetz legt fest, dass Eltern für ihre minderjährigen Kinder entscheiden dürfen. In bestimmten Ausnahmefällen wird ein Betreuer eingesetzt. Die meisten setzen bei einer Vorsorgevollmacht oder in die Patientenverfügung ihren Partner ein, denn hier liegt das größte Vertrauen im Hinblick auf die entsprechende Fürsorge und die Sorgfalt. In höherem Alter sollte man darüber nachdenken, sein Kind oder seine Kinder miteinzubeziehen, um den Lebensgefährten etwas zu entlasten, falls dieser bereits selbst mit Erkrankungen belastet ist.</p>
<p><b>Was ist eine Vorsorgevollmacht?</b></p>
<p>Die Vorsorgevollmacht regelt, was zu tun ist, wenn eine Notsituation eintritt. Sie regelt in erster Linie nicht wer, sondern was bei einer eintretenden Geschäfts- oder Einwilligungsunfähigkeit zu tun ist. Der Einsatz von bestimmten Bevollmächtigten sollte notariell beglaubigt werden, wie etwa bei Grundstücksveräußerungen. Die rechtliche Beratung kann durch Juristen, entsprechende Vereine oder Behörden erfolgen. Eine eigene Vorsorge macht den staatlichen Eingriff überflüssig &#8211; man wählt selbst, wer sich entsprechend kümmert, wenn es zum Abbau der Gesundheit oder einem Unfall kommt. Da ein Bevollmächtigter als Vertreter des gebrechlichen Menschen nicht gerichtlich bestellt und überprüft wird, ist die sorgfältige Auswahl sehr wichtig. Dabei sollte nicht nur das besondere Vertrauensverhältnis die Basis, ein entscheidender Punkt ist die Eignung des Bevollmächtigten für eine solche bedeutende Aufgabe. Je nach Anforderung kann es sinnvoll sein, mehrere Bevollmächtigte zu bestimmen. Es gibt ein zentrales Vorsorgeregister (ZVR) als Registrierungsstelle für private sowie notarielle Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen aus dem ganzen Bundesgebiet. Wenn es ums Geld, reicht eine Vorsorgevollmacht dagegen oft nicht aus. Dies kann auch der Fall sein, wenn darin festgelegt ist, dass der Bevollmächtigte Bankgeschäfte tätigen darf &#8211; hier müssen die Details entweder besonders genau hinterlegt sein oder man regelt diese Fragen direkt mit seiner Bank.</p>
<p><b>Was sollte die Patientenverfügung regeln?</b></p>
<p>Eine Patientenverfügung kann die Vorsorgevollmacht entsprechend ergänzen. Darin wird festgelegt, welche medizinischen Behandlungen und Maßnahmen man sich wünscht oder welche man ablehnt, wenn man sich selbst nicht mehr äußern kann. Damit sorgt man nicht nur entsprechend für sich selbst, sondern erleichtert auch die Situation für den Menschen, den man bevollmächtigt hat. Auch für Angehörige kann es eine Erleichterung sein, dass man so aus dem Leben gegangen ist, wie man es sich gewünscht hat. Eine solche Entscheidung erfordert ein sich Bewusstwerden über seine Vorstellungen: Welche medizinischen lebensverlängernden Maßnahmen lehnt man ab? Dabei empfiehlt es sich, besonders konkret zu werden und die Situation zu beschreiben. Dies ist bei bereits bekannten Krankheiten besonders sinnvoll. An solche Regelungen müssen Ärzte sich halten, auch wenn sie sonst aus medizinischer Sicht eine andere Behandlung für erforderlich ansehen. Achten Sie aber darauf, Ihre Verfügung möglichst aktuell zu halten, damit Ihr letzter Wille auch wirklich glaubhaft wirkt und nicht angezweifelt werden kann.</p>
<p><strong>Warum ist eine Betreuungsverfügung sinnvoll?</strong></p>
<p>Die Betreuungsverfügung ist von der Patientenverfügung und der Vorsorgevollmachten zu unterscheiden. In einer Betreuungsverfügung können Wünsche hinsichtlich der eigenen Betreuung geäußert werden, die im Betreuungsfall möglicherweise aus Krankheitsgründen nicht mehr zum Ausdruck gebracht werden können:</p>
<ul>
<li>den Ort der Pflege</li>
<li>die Art der Versorgung,</li>
<li>Geschenke an Angehörige und Freunde</li>
</ul>
<p>Auch hier ist es von größter Bedeutung, seine Vorstellungen so genau als möglich zu auszuformulieren. Diesen Wünschen muss der bestimmte Betreuer später unter der Berücksichtigung des Wohls des Betroffenen und der Zumutbarkeit für den Betreuer entsprechen.</p>
<p>Wie man sieht, geht es nicht nur darum, einige persönliche Dinge zu bedenken &#8211; es geht auch darum, den rechtsrelevanten Rahmen zu berücksichtigen und auch auszuschöpfen. Wenn man entsprechend für sich vorsorgen will oder Sorge dafür tragen will, dass ein Angehöriger oder ein anderweitig nahestehender Mensch entsprechend versorgt werden möchte oder sein Letzter Wille berücksichtigt wird, tut man gut daran, sich entsprechend beraten zu lassen.</p>
<p>masspuno Redaktion: Dr. Silvija Franjic</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/FGG/Einzelverfahren/Betreuungsverfahren/" target="_blank">https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/FGG/Einzelverfahren/Betreuungsverfahren/</a></p>
<p><a href="http://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/patientenverfuegung-1040145/" target="_blank">http://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/patientenverfuegung-1040145/</a></p>
<p><a href="https://www.test.de/Vorsorgevollmacht-und-Patientenverfuegung-Wie-Sie-rechtzeitig-Klarheit-schaffen-4641470-0/">https://www.test.de/Vorsorgevollmacht-und-Patientenverfuegung-Wie-Sie-rechtzeitig-Klarheit-schaffen-4641470-0/</a></p>
<p><a href="http://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/vorsorgevollmacht/informationen-zur-vorsorgevollmacht.html">http://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/vorsorgevollmacht/informationen-zur-vorsorgevollmacht.html</a></p>
<p><a href="https://www.familienratgeber.de/recht/betreuungsverfuegung.php" target="_blank">https://www.familienratgeber.de/recht/betreuungsverfuegung.php</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bildquellenangabe: Rainer Sturm  / pixelio.de</p>
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		<title>Müssen wir sterben, um zu leben?</title>
		<link>http://meinsteinblog.de/mussen-wir-sterben-um-zu-leben/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2015 08:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Müssen wir sterben, um zu leben? Viele Menschen zeigen sich bewegt vom aktuellen Edeka-Werbespot zu Weihnachten. Darin täuscht ein Großvater seinen Tod vor, damit sich letztlich doch noch all seine Lieben bei ihm an Weihnachten versammeln. Der Spot trifft sicher nicht jedermanns Geschmack und doch regt er die Meisten zum Nachdenken an. Müssen wir ...<a class="post-readmore" href="http://meinsteinblog.de/mussen-wir-sterben-um-zu-leben/">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/12/251H.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-529" alt="einsamer mann" src="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/12/251H-1024x682.jpg" width="1024" height="682" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Müssen wir sterben, um zu leben?</strong></p>
<p>Viele Menschen zeigen sich bewegt vom aktuellen Edeka-Werbespot zu Weihnachten. Darin täuscht ein Großvater seinen Tod vor, damit sich letztlich doch noch all seine Lieben bei ihm an Weihnachten versammeln. Der Spot trifft sicher nicht jedermanns Geschmack und doch regt er die Meisten zum Nachdenken an. Müssen wir eigentlich erst sterben, damit wir das bekommen, was wir uns vom Leben wünschen?</p>
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<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/V6-0kYhqoRo" height="293" width="520" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
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<p><strong>Noch längst nicht (aus-)gelebt</strong></p>
<p>Wie der Tod uns dem Leben näher bringen kann, zeigen einige Geschichten von Menschen, die erfahren haben, dass sie nicht mehr lang zu leben haben. Dies kann auch zu der positiven Frage führen: „Was schulde ich mir?“ Manche sehen eine Erkrankung als einen Hinweis darauf, dass man mehr so leben soll, wie es einem persönlich entspricht. Seit den 1960er-Jahren begleitet und behandelt Lawrence LeShan Krebspatienten. Er erzählt dabei auch von vielen Patienten, welche die Melodie ihres Lebens gefunden haben und dadurch wieder geheilt wurden. Das hängt mit dem menschlichen Bedürfnis nach der Sinnfindung im Leben zusammen, die sich uns oft erst in existenziellen Krisen erst stellt. Diese Geschichten machen Mut und inspirieren, sein Leben zu überdenken und Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.</p>
<p><strong>Wenn scheinbar keine Zeit mehr bleibt</strong></p>
<p>Steve Jobs hätte sein Leben anders gestaltet, wenn er nochmals die Chance dazu gehabt hätte. Seine Gedanken hierzu gehen gerade vermehrt durch die Social Media Kanäle. Solche Aussagen von einem Menschen, von dem so viele glauben, er hätte „alles“ erreicht. Rückblickend relativiert vor allem die Bedeutung von Geld und Karriere stark. Eine solche Erkenntnis kommt scheinbar für viele zu spät. Die Zeit läuft von nun ab nur davon. Umso mehr rührt hier die Geschichte, in der ein Vater in Frankreich 262 Tage Urlaub geschenkt bekam, um diese mit seiner todkranken Tochter verbringen zu können. Seine 5-jährige Tochter Louann war an Leukämie erkrankt und kämpfte gegen den Krebs. Als der Angestellte eines Kühltransportunternehmens um unbezahlten Urlaub bat, um seiner Tochter zur Seite zu stehen, wurde er überrascht. Seine Kollegen Arbeitskollegen überschrieben ihm nicht nur den Urlaub, sondern sammelten auch für eine Reise, um ihm und seinem Kind noch einen Herzenswunsch zu erfüllen.</p>
<p><strong>Träume sterben nicht</strong></p>
<p>Gerade wenn junge Menschen sterben, dann stellt sich die Frage: Was haben diese vom Leben gehabt und was haben sie verpasst – vor allem, wenn sie in der Blüte ihrer Jugend standen. Kurz vor ihrem Tod verfasste die 13-jährige Talia Castellano eine sogenannte &#8220;Bucket List“. Sie wurde durch ihre Schminkvideos auf YouTube berühmt. Sechs Jahre lang hatte das Mädchen gegen eine seltene Form von Nervenkrebs gekämpft – 5 Tage vor ihrem Tod veröffentlichte sie eine Liste, mit Dingen, die sie vor ihrem Tod gerne noch getan hätte. Neben ganz alltäglichen Dingen, wie mit ihren Freunden auszureiten oder aus einer Kokosnuss zu trinken, hätte sie zum Beispiel gerne ein Auto komplett mit Haftnotizen bedeckt. Oder sie wünschte sich, ihren eigenen Lippenstift zu kreieren. Ihre Fans versuchten nach ihrem Tod, ihr nachträglich so viele Wünsche als möglich von dieser Liste mit 74 Punkten zu erfüllen und verbreiteten davon hunderte von Fotos im Netz. Warum ging manches davon nicht früher, fragt man sich da? Und was davon wäre wirklich wichtig (gewesen)?</p>
<p><strong>Löffelliste – das gute „Ende“ selbst in die Hand nehmen?</strong><br />
Menschen, die ihr Leben bewusst in die Hand nehmen, denken auch über eine solche „Löffelliste“ mal nach. Dabei macht man gezielt eine Aufstellung an Dingen, die man tun möchte, bevor man eben nicht nur sprichwörtlichen den Löffel abgibt. Und warum bis zum „Schluss“ oder kurz davor warten? Es gibt vieler solcher „Hitlisten“. Viele solcher Listen, die man auch häufig im Netz findet, beziehen sich auf Orte, die man gesehen haben sollte oder besonders verrückte Dinge, die man getan haben sollte. Fragt man dagegen Menschen, die im Hospiz sind, was sie gerne noch getan hätten oder im Leben bereut haben, dann bekommt man etwas ganz anderes zu hören: man hätte mehr Zeit mit Menschen verbringen sollen, die man liebt. Der Edeka-Spot ist deshalb so erfolgreich, weil wir alle diese Wahrheit kennen – wir leben sie nur zu wenig.</p>
<p>Redaktion: Dr. Silvija Franjic</p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Jung-von-Matt-Weihnachtskampagne-Warum-im-Edeka-Spot-ein-verzweifelter-Grossvater-seinen-Tod-vortaeuscht-137675" target="_blank">http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Jung-von-Matt-Weihnachtskampagne-Warum-im-Edeka-Spot-ein-verzweifelter-Grossvater-seinen-Tod-vortaeuscht-137675</a><br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/werbung-umstrittener-edeka-spot-extrem-unrealistisch-dennoch-ein-lehrstueck-1.2762408" target="_blank">http://www.sueddeutsche.de/leben/werbung-umstrittener-edeka-spot-extrem-unrealistisch-dennoch-ein-lehrstueck-1.2762408</a><br />
<a href="http://www.focus.de/panorama/welt/autounfall-mit-19-jahren-freunde-erfuellen-lebenstraeume-der-verstorbenen-kaileigh_id_3852177.html" target="_blank">http://www.focus.de/panorama/welt/autounfall-mit-19-jahren-freunde-erfuellen-lebenstraeume-der-verstorbenen-kaileigh_id_3852177.html</a><br />
<a href="http://bfriends.brigitte.de/foren/diagnose-krebs/453268-ihnen-bleiben-nur-noch-wenige-monate-keine-lust-den-loeffel-abzugeben.html" target="_blank">http://bfriends.brigitte.de/foren/diagnose-krebs/453268-ihnen-bleiben-nur-noch-wenige-monate-keine-lust-den-loeffel-abzugeben.html</a><br />
<a href="http://www.bild.de/news/ausland/lebenseinstellung/studie-50-lebenstraeume-der-menschen-28220780.bild.html" target="_blank">http://www.bild.de/news/ausland/lebenseinstellung/studie-50-lebenstraeume-der-menschen-28220780.bild.html</a><br />
<a href="https://de.nachrichten.yahoo.com/%E2%80%9Eerledigt%E2%80%9C--17-j%C3%A4hrige-krebspatientin-konnte-sich-vor-ihrem-tod-fast-alle-w%C3%BCnsche-erf%C3%BCllen-125414057.html" target="_blank">https://de.nachrichten.yahoo.com/%E2%80%9Eerledigt%E2%80%9C&#8211;17-j%C3%A4hrige-krebspatientin-konnte-sich-vor-ihrem-tod-fast-alle-w%C3%BCnsche-erf%C3%BCllen-125414057.html</a><br />
<a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Nach-Krebs-Tod-von-Talia-Castellano-Fans-erfuellen-ihre-Wuensche-id26196566.html" target="_blank">http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Nach-Krebs-Tod-von-Talia-Castellano-Fans-erfuellen-ihre-Wuensche-id26196566.html</a><br />
<a href="http://www.rpr1.de/~run/news/534926/17-jaehrige-erfuellt-sich-ihren-lebenstraum-und-stirbt-dabei" target="_blank">http://www.rpr1.de/~run/news/534926/17-jaehrige-erfuellt-sich-ihren-lebenstraum-und-stirbt-dabei</a><br />
<a href="http://www.welt.de/vermischtes/article148500077/Todkranker-Star-Wars-Fan-darf-Film-vorab-sehen.html" target="_blank">http://www.welt.de/vermischtes/article148500077/Todkranker-Star-Wars-Fan-darf-Film-vorab-sehen.html</a><br />
<a href="http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/todkranken-werden-letzte-wuensche-erfuellt-id10888957.html" target="_blank">http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/todkranken-werden-letzte-wuensche-erfuellt-id10888957.html</a><br />
<a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/von-mensch-zu-mensch/article112895615/Stiftung-erfuellt-den-letzten-Wunsch.html" target="_blank">http://www.abendblatt.de/hamburg/von-mensch-zu-mensch/article112895615/Stiftung-erfuellt-den-letzten-Wunsch.html</a><br />
<a href="http://www.gedankenpower.com/verrueckt-100-dinge-die-sie-tun-sollten-bevor-sie-sterben/" target="_blank">http://www.gedankenpower.com/verrueckt-100-dinge-die-sie-tun-sollten-bevor-sie-sterben/</a><br />
<a href="http://www.todo-liste.de/99dinge/leben" target="_blank">http://www.todo-liste.de/99dinge/leben</a><br />
<a href="http://www.netmoms.de/nachrichten/grosszuegige-kollegen-spenden-262-urlaubstage-an-vater-mit-krebskranker-tochter-114853/?utm_source=other&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=other-huffpost&amp;fbc=other-huffpost&amp;ts=201511271224" target="_blank">http://www.netmoms.de/nachrichten/grosszuegige-kollegen-spenden-262-urlaubstage-an-vater-mit-krebskranker-tochter-114853/?utm_source=other&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=other-huffpost&amp;fbc=other-huffpost&amp;ts=201511271224</a><br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/steve-jobs-biografie-igod-wird-mensch/5748878.html" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/medien/steve-jobs-biografie-igod-wird-mensch/5748878.html</a></p>
<p>Bildquelle: Ryan McGuire</p>
<div></div>
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		<title>Vom kleinen Engel, der ins Licht ging</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 14:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; &#160; Vom kleinen Engel, der ins Licht ging &#160; Wenn ich so zurückdenke, erinnere ich mich daran, dass bei uns zu Hause so gut wie nie Kerzen brannten. Sobald die Tage dunkler und länger wurden, kaufte meine Mutter ein Grablicht. Einmal im Jahr gingen wir zum Friedhof. Dort war meine Schwester begraben, die ich ...<a class="post-readmore" href="http://meinsteinblog.de/vom-kleinen-engel-der-ins-licht-ging/">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/10/725981_original_R_B_by_Marlies-Schwarzin_pixelio.de_.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-505" alt="725981_original_R_B_by_Marlies Schwarzin_pixelio.de" src="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/10/725981_original_R_B_by_Marlies-Schwarzin_pixelio.de_-1024x682.jpg" width="1024" height="682" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Vom kleinen Engel, der ins Licht ging</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ich so zurückdenke, erinnere ich mich daran, dass bei uns zu Hause so gut wie nie Kerzen brannten. Sobald die Tage dunkler und länger wurden, kaufte meine Mutter ein Grablicht. Einmal im Jahr gingen wir zum Friedhof. Dort war meine Schwester begraben, die ich nie kennengelernt habe &#8211; sie starb bereits vor meiner Geburt. „Es war vielleicht besser für sie, dass Gott sie zu sich geholt hat“, sagte meine Mutter oft. Gleich nach ihrer Geburt war meine Schwester an Schläuche angeschlossen worden, wurde beamtet und war körperlich und vielleicht auch geistig behindert gewesen. Den Geburtstag meiner Schwester konnte ich mir mit der Zeit dadurch merken, dass meine Mutter in die Küche ging, sie sich dann dort einschloss und ich sie weinen hörte. Durch die Glaselemente der Tür konnte ich schemenhaft erkennen, dass sie eine Kerze angezündet hatte, mit gebeugtem Rücken am Küchentisch saß, den Kopf auf die Arme gestützt und dort saß, bis es dunkel wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Er rief ihren Namen</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich kann mich sehr deutlich entsinnen, wie wir jedes Jahr am 1. November an dem Grab meiner Schwester standen, uns Kindern war kalt und wir froren. Den ganzen Weg Richtung „Endstation“ der Straßenbahn und weiter gingen wir immer zu Fuß, obwohl wir hätten fahren können. Wir durften als Kinder dabei nicht rennen, rumalbern uns jagen, wie wir es gewohnt waren. Dieser „Spaziergang“ kam uns ewig vor, vielleicht auch weil sich der Schwermut der Erwachsenen übertrug. Auch heute noch fühlt er sich in der Erinnerung an, wie ein Leidensgang. Dort angekommen standen wir vor dem kleinen Grab mit einem schlichten Holzkreuz, auf dem ihr Name in schwarzen verschnörkelten Lettern stand. Ich weiß noch, wie ich ihn immer wieder bewusst las, wenn ich dort stand, weil er so gut wie nie ausgesprochen wurde bei uns daheim in Zusammenhang mit ihr. Wenn wir ihn sagten oder hörten, dann deshalb, weil eine meiner Cousinen so hieß. Es muss schmerzhaft gewesen sein, diesen Namen immer wieder zu hören, der jetzt so selbstverständlich einem anderen Menschen gehörte. Zu Hause gab es keine Dinge oder Gegenstände, die an das kleine Mädchen erinnerte, das kurz ein Teil unserer Familie gewesen war, sie hatte ihr kurzes Leben von wenigen Monaten im Krankenhaus verbracht. „Gott hat sie zu sich gerufen!“, davon war meine Mutter überzeugt, denn der Tod trat kurz nach der Taufe ein, die man noch notfallmäßig durchgeführt hatte. Meine Mutter klang immer sehr traurig, wenn sie davon sprach und gleichzeitig schien ihr der Gedanke Trost zu spenden, dass es ihr dort besser ging.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Der zweite Abschied</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Tatsache, dass ich eine Schwester gehabt hätte, beschäftigte mich mit zunehmendem Alter und auch, wenn meine Mutter sich diesbezüglich verschloss, stellte ich als Kind Fragen. Das passierte, nachdem mein Vater uns Kinder einmal anherrschte und aufforderte, wir sollen doch entsprechend Trauer an den Tag legen. Ich hatte kein Bild im Kopf von ihr außer dieses Kreuz, das mittlerweile unter der Witterung gelitten hatte und dieses kleine Grab, um dessen Verlängerung meine Mutter mittlerweile jährlich auf dem Rathaus kämpfte und dabei immer wieder gefragt wurde, wie lange das Kind gelebt hätte, um zu bemessen, ob diese kurze Dauer die Erhaltung des der Grabstätte überhaupt rechtfertigte. Irgendwann bat sie mich, ob ich für sie die Daten in das Formular einzutragen könnte, ich sah, wie ihre Hand bei dem Feld mit dem Todesdatum zitterte, ihr die Tränen in die Augen schossen und sie deshalb nichts mehr sah. Irgendwann kam das Jahr, in dem das Grab geräumt wurde – nach Behördenermessen war die Zeit nun lange genug gewesen. Zu diesem erneuten Abschied nahm uns meine Mutter nicht mit, ich glaube es war ein Gefühl für Sie, alsob sie sie ein zweites Mal verlor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Ein Licht, das für immer im Herzen brennt</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Inzwischen waren wir längst in einem Alter, in dem es nichts mehr damit zu tun haben konnte, dass kleine Kinder und Kerzen keine gute Kombination sind. Trotzdem gab es höchstens Adventskranz. Obwohl ich den Grund ahnte, fragte ich meine Mutter, warum wir nie welche anzündeten. „Sie sind den Toten vorbehalten“, meinte sie. Tatsächlich war bei ihr inzwischen ein Ritual der Andacht daraus geworden. Ich brachte endlich den Mut auf zu fragen, wie sie denn eigentlich gewesen wäre, meine Schwester. Denn ich erinnerte mich, dass die Ordensschwestern, die sie zur Welt gebracht hatten, uns auf der Straße begegneten und dabei auch sagten, ich würde ihr sehr ähnlich sehen. Immer hatte ich gefürchtet, meine Mutter noch trauriger zu machen. Jetzt, wo die Erinnerung alles war, was ihr blieb, fand ich den Mut sie zu fragen. Sie erzählte mir von ihr und auch von der Beerdigung und dann holte sie Fotos, die ich bis dahin nie gesehen hatte. Man sah schwarz gekleidete Menschen, das dunkle Grab und diesen kleinen weißen Sarg und wie er darin verschwand. „Ich muss immer dran denken, wenn ich die weiße Flamme im Dunkeln sehe“, sagte meine Mutter und sie klang gedämpft, als käme ihre Stimme aus der Ferne: „Und immer, wenn das Licht dann ausgeht und der Rauch aufsteigt, dann weiß ich, dass mein kleiner Engel nach da oben gegangen ist.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Redaktion: Dr. Silvija Franjic</p>
<p>Bildquelle: Marlies Schwarzin  / pixelio.de</p>
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		<title>Das Netz vergisst Dich nie einfach so!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2015 13:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Recht und Nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[digitaler Nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[Nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Würde]]></category>

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		<description><![CDATA[ Bildquelle: www.einstellungstest-polizei-zoll.de  / pixelio.de   Über 90 % der Internetuser kümmert sich (immer noch) nicht um ihren Netznachlass. Schon das „digitale Testament“ gemacht? Für die Hinterbliebenen kann das nervenaufreibend und teuer werden, wenn nicht.   Eigentlich will niemand, dass man ihn einfach so vergisst. Aber wer möchte ewig unkontrolliert im Netz herumgeistern, nachdem er längst verstorben ...<a class="post-readmore" href="http://meinsteinblog.de/das-netz-vergisst-dich-nie-einfach-so/">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b><a href="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/10/738308_original_R_by_www.einstellungstest-polizei-zoll.de_pixelio.de1_.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-497" alt="738308_original_R_by_www.einstellungstest-polizei-zoll.de_pixelio.de(1)" src="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/10/738308_original_R_by_www.einstellungstest-polizei-zoll.de_pixelio.de1_.jpg" width="4000" height="2000" /></a> </b>Bildquelle: www.einstellungstest-polizei-zoll.de  / pixelio.de</p>
<p><b> </b></p>
<p><i>Über 90 % der Internetuser kümmert sich (immer noch) nicht um ihren Netznachlass. Schon das „digitale Testament“ gemacht? Für die Hinterbliebenen kann das nervenaufreibend und teuer werden, wenn nicht.</i></p>
<p><i> </i></p>
<p>Eigentlich will niemand, dass man ihn einfach so vergisst. Aber wer möchte ewig unkontrolliert im Netz herumgeistern, nachdem er längst verstorben ist? Was man dann selbst nicht mehr mitbekommt, wird für die Erben schnell zu einem Problem: Telefonanbieter buchen trotz Todesfall ab, Auktionen laufen weiter, Profile bestehen fort. Es gibt mittlerweile nicht nur bei Facebook einen Service, die Nachlassverwaltung zu managen. Das heißt aber nur, dass die Hürden weniger werden, einfach wird es deshalb trotzdem nicht für die Hinterbliebenen, wenn man sich selbst um nichts gekümmert hat. Und Hand aufs Herz: Wer hat bereits seinen eigenen digitalen Nachlassverwalter bestimmt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><i>Nachlassverwaltung ist längst auch ein Netzthema</i></b></p>
<p><b><i> </i></b></p>
<p>Nicht nur, dass es richtig teuer werden kann, wenn die Hinterbliebenen auf bestimmte Online-Konten nicht mehr zugreifen können, weil diese schlichtweg Kosten verursachen. Unter Umständen gibt es keine Möglichkeit an sehr persönliche Dinge zu kommen, wie Bilder und weitere sehr persönliche Inhalte. Und umso langwieriger sich die Abwicklung der Nachlassfragen gestaltet, umso länger leiden die Angehörigen, die auch verpflichtet sind, sich um bestimmte Dinge zu kümmern. Sie stehen ständig in der Nachweispflicht und müssen das Ableben wieder und wieder per Totenschein belegen. Damit ist es aber längst nicht getan, denn jeder Dienst oder Anbieter hat da so sein ganz eigenes Prozedere, bis alle Aktivitäten gestoppt sind und das Konto endgültig gelöscht wird. Bei Facebook gibt es die Möglichkeit, ein Gedenkprofil zu weiter zu pflegen, wenn dies gewünscht ist. Diesen „Memorial Modus“ sieht man häufiger bei verstorbenen Personen des öffentlichen Lebens.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><i>Wo liegt der „Hund“ eigentlich begraben</i></b></p>
<p><b><i> </i></b></p>
<p>Facebook hat kürzlich noch mal nachgebessert, wenn es um das Thema Verwaltung des Benutzerkontos nach dem Tod geht. Hier kann man Vertrauenspersonen (Legacy Person) bestimmen, die dann auf das Profil zugreifen können. Google+ arbeitet mit einem Inaktivitätsmanager, der hinterlegte Personen kontaktiert, sobald längere Zeit nichts geschehen ist. XING schaltet das Profil schnellstmöglich unsichtbar, wenn hier eine beglaubigte Benachrichtigung über einen Todesfall eingeht. Im Grunde genommen ist aber der wichtigste Einstieg das Haupt-E-Mail-Konto der verstorbenen Person, denn hier gewinnt man nicht nur den Überblick über die noch laufenden Prozesse, sondern kann auch unmittelbarer auf Dienste und Konten zugreifen. Doch dann wartet immer noch eine Menge Arbeit auf die Hinterbliebenen, wenn Passwörter und Zugangsdaten nicht bekannt sind. Woraus besteht so ein digitaler Nachlass eigentlich: Das sind der gesamte Schriftverkehr und die Dateien auf dem Computer, Tablet und Co., sonstige „digitale Güter“, wie Musik, Filme, Lizenzen etc., Profile im Social Media, alle Arten von eigenen Internetauftritten und sämtliche Konten, die mit Bezahlung und Einkauf zu tun haben. Was, wenn sich Verträge immer wieder von selbst verlängern?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><i>Was passiert, wenn die Passwörter nicht bekannt sind?</i></b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer einen sogenannten Passwortsafe hat, kann den Zugang zu diesem zeitig ermöglichen. Wichtig ist hierbei, dass diese Passwortsammlung synchronisiert wird und damit immer alle Änderungen auch aktualisiert wurden. Es muss nicht unbedingt eine „Hightech-Lösung“ her: Lieber eine handschriftliche Kontenliste mit allen wichtigen Log-In-Angaben, als gar keine Übersicht. Wenn überhaupt nichts Derartiges vorliegt, kann es sein, dass für die Hinterbliebenen eine wahre Odyssee beginnt. Denn für das digitale Erbe gibt es noch keine richtigen rechtlichen Bestimmungen. Oft ist die Rechtslage umstritten und man folgt dem Diktat des jeweiligen Anbieters und dreht sich im Kreise, während sich die berühmte Katze in den Schwanz beißt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><i>Was soll eigentlich genau bleiben?</i></b></p>
<p><b><i> </i></b></p>
<p>Auch wenn es gerade so klingt, als würde sich um diese Aufgabe niemand wirklich reißen wollen, so ist unser digitales Erbe keinesfalls ein unbedeutender Wert. Umso mehr Zeit wir selbst investiert haben in die Pflege unserer Profile, umso mehr Erinnerungswerte für unsere Angehörigen werden sich hier unter Umständen angesammelt haben, wie etwa Fotoalben, die es nur online gibt. Über 90 Prozent beschäftigen sich aber nicht mit der Frage ihrer Online-Hinterlassenschaften. Dabei können wir Einfluss darauf nehmen, wie das Netz (sich) an uns erinnert. Warum nicht die eigenen Wünsche festhalten, wie man es auch sonst für die materiellen Dinge tut? Natürlich gibt es mittlerweile auch Profis, die sich auf die digitale Nachlassverwaltung spezialisiert haben &#8211; auch in technischer Hinsicht. Das ist dann aber wieder mit entsprechenden Kosten verbunden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Was tut man also selbst am besten? </b></p>
<p>Zunächst das Wichtigste: Eine Vertrauensperson oder mehrere Vertrauenspersonen bestimmen! Es geht nicht darum, seine gesamten Passwörter zu Lebzeiten zu offenbaren. Man sollte lediglich jemandem mitteilen, wie man im Falle eines Falles darauf zugreifen kann. Wenn die Entscheidung schwerfällt, sollte man sich einfach fragen, wem man sonst seinen Hausschlüssel anvertraut. Denn auch diese Menschen hätten jederzeit die Möglichkeit, intimste Einblicke das Leben zu gewinnen und haben Zugriff auf Werte und Vermögen. Es macht aber auch Sinn, nicht nur den Zugriff zu ermöglichen, sondern im Zuge dessen auch einen Nachlass zu formulieren, damit klar ist, was genau passieren soll. Um sicherzugehen, dass alles auch im Netz wirklich „gut ausgeht“, aktualisiert man seine Daten so regelmäßig als möglich. Nicht vergessen, umso weniger man vorbereitet, umso nervenaufreibender und teurer wird wahrscheinlich es für die Angehörigen. Die kontinuierliche Datenpflege hat gleichzeitig den Vorteil, dass man für sich selbst zu Lebzeiten eine Gedankenstütze zur Hand hat, sollte mal ein Passwort vergessen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Redaktion: Dr. Silvija Franjic</p>
<p>Quellen:</p>
<p><a href="http://machts-gut.de/">http://machts-gut.de/</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/help/1568013990080948">https://www.facebook.com/help/1568013990080948</a></p>
<p><a href="https://www.sicherdigital.de/digitaler-nachlass">https://www.sicherdigital.de/digitaler-nachlass</a></p>
<p><a href="http://www.teltarif.de/digitalen-nachlassverwalter-bestimmen/news/57861.html">http://www.teltarif.de/digitalen-nachlassverwalter-bestimmen/news/57861.html</a></p>
<p><a href="http://www.teltarif.de/forum/s49023/email-account-reicht/6-4.html">http://www.teltarif.de/forum/s49023/email-account-reicht/6-4.html</a></p>
<p><a href="http://semno.de/digitaler-nachlass/">http://semno.de/digitaler-nachlass/</a></p>
<p>Bildquelle:</p>
<p>www.einstellungstest-polizei-zoll.de  / pixelio.de</p>
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		<title>Tierisch gute Freunde – für immer …</title>
		<link>http://meinsteinblog.de/tierisch-gute-freunde-fur-immer/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2015 11:23:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bestattung]]></category>
		<category><![CDATA[Bestattungasrituale]]></category>
		<category><![CDATA[für Individualisten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch und Tier]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Der Wunsch nach einem „Tierhimmel“ haben viele Tierbesitzer &#8211; denn wenn es stirbt, ist es für viele nicht anders, als wenn ein geliebter Mensch von ihnen geht. Genau wie beim Verlust eines menschlichen Angehörigen besteht deshalb auch der Wunsch nach einem würdigen letzten Gang, einem Ort zum Trauern. Und es stellt sich auch die ...<a class="post-readmore" href="http://meinsteinblog.de/tierisch-gute-freunde-fur-immer/">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/08/Fotolia_85155639_L.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-486" alt="girl sitting with her dog" src="http://meinsteinblog.de/wp-content/uploads/2015/08/Fotolia_85155639_L.jpg" width="2357" height="1570" /></a></p>
<p>Der Wunsch nach einem „Tierhimmel“ haben viele Tierbesitzer &#8211; denn wenn es stirbt, ist es für viele nicht anders, als wenn ein geliebter Mensch von ihnen geht. Genau wie beim Verlust eines menschlichen Angehörigen besteht deshalb auch der Wunsch nach einem würdigen letzten Gang, einem Ort zum Trauern. Und es stellt sich auch die Frage nach der Vorsorge: Was passiert, wenn ich zuerst gehen sollte? Können wir vielleicht sogar für immer zusammenbleiben?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Tierbestatter beraten und betreuen</b></p>
<p>„Ich habe sie in einen Korb mit Rosen gelegt …“, so nahm meine Nachbarin Abschied von ihrer Katze Gipsy &#8211; vor deren Einäscherung. Es fiel ihr schwer, sie so aus der Hand zu geben und gleichzeitig war der Wunsch, sie bis zuletzt zu begleiten noch viel größer. Mit ein paar Fotos dokumentierte sie ihren Abschied. Nicht immer bringen Tierbesitzer ihre Liebsten selbst dorthin. Eine Abholung &#8211; auch direkt beim Tierarzt oder in der Tierklinik -  kann über den Tierbestatter veranlasst werden. Wer bis zuletzt dabei sein möchte, kann auch persönlich an der Kremierung teilnehmen. So ist es zumindest bei der Tierbestattung „Im Rosengarten“, die verschiedene Filialen unterhält, unter anderem in Karlsruhe, wo man sich liebevoll um Gipsy und ihre Besitzerin kümmerte. Die Kremierung erfolgt in diesem Falle ausschließlich im eigenen Kleintierkrematorium. Die Feuerbestattung für Tiere wird mit einer steigenden Tendenz in Anspruch genommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Der Abschied fällt schwer – eine Bindung bleibt</b></p>
<p>„Mir war, als hätte ich sie noch einmal nach Futter rufen hören“, so erzählt meine Nachbarin weiter. Wie sie später erfährt, ist ihre Gipsy genau an diesem Tag eingeäschert worden, als sie glaubte, sie habe sie gehört – man erhält über den Termin der Kremierung einen schriftlichen Nachweis. Die Urne  kann vom Tierbesitzer selbst abgeholt oder versendet werden. Wer klassische Urnen nicht mag oder nicht möchte, dass jeder sehen kann, dass die Überreste des Tieres aufbewahrt werden, der kann beispielsweise deko-ähnliche Gegenstände in Herzform hierfür auswählen. Manche möchten die Asche einfach in alle Winde verstreuen oder ins Wasser geben, damit das Tier der Natur und dem Fluss bzw. Kreislauf des Lebens zurückgegeben wird. Wer sich eine Einzeleinäscherung nicht leisten kann, der verstreut vielleicht ein wenig von dem Fell seines Tieres, an den Orten, an denen man zu Lebzeiten gemeinsam war. Die Formen der Trauer und des Abschieds sind so vielfältig, wie beim Tod eines Menschen.</p>
<p>„Ich war froh, dass ich sie wieder bei mir hatte – seitdem habe ich wieder Ruhe gefunden“, schließt meine Nachbarin ihren Bericht von der Einäscherung ihrer Gipsy ab, mit der sie 14 Jahre zusammengelebt hat. In ihre sonst traurig-gefärbte Stimme mischt sich dabei auch vernehmbar ein wenig Glück darüber, dass sie   und man hört ihr die Beruhigung förmlich an. Wie ein Tier anschließend beigesetzt wird, ist aber nicht nur eine Frage des Geschmackes oder der persönlichen Bindung, sondern auch des Geldes. Wer sich auch kein ausgewiesenes Gemeinschaftsgrab leisten kann, wird sich unter Umständen mit einem virtuellen Grab auf einer Webseite trösten müssen. Plötzlich ist man auch mit der Frage konfrontiert, wie man sein Tier gehen lässt, sodass auch der Abschied in guter Erinnerung bleibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Ein Ort zum Trauern</b></p>
<p>„Er war wie ein Familienmitglied!“, so reden wir nicht nur über unsere Vierbeiner, auch ein Wellensittich kann diesen Platz im Herzen einnehmen. Nicht nur für Kinder ist es dann oft wichtig zu wissen, was mit dem Tier passiert. Deshalb wählen Familien nicht selten den eigenen Garten als Bestattungsort – vor allem für Kleintiere. Aber auch hier sind Regeln zu beachten. Je nach Bundesland ist  die gestattete Höchstgröße unterschiedlich geregelt und unter Umständen ist die Zustimmung des jeweiligen Veterinäramtes notwendig. Tiere über den Hausmüll zu entsorgen ist nicht nur eine hässliche, sondern auch verbotene Variante. Ebenso ist das Vergraben im Wald nicht gestattet. Das hat unterschiedliche Gründe. Gerade wenn Tiere krank waren, soll verhindert werden, dass sie nach dem Ausgraben durch andere Tiere diese Krankheiten weiter übertragen oder durch den Verwesungsprozess Wasser verunreinigt wird. Nach dem sogenannten Tierkörperbeseitigungsgesetz handelt es sich beim Verscharren im Wald um eine Ordnungswidrigkeit, für die Bußgelder von bis zu 15.000 Euro drohen. Was also tun? Beim Tierarzt lassen? Und was, wenn man keinen Garten hat? (andere Schriftart) Immerhin darf man die Asche seines Tieres mit nach Hause nehmen – dies ist beim Menschen nicht gestattet, denn hier besteht die Bestattungspflicht. Wenn das Tier einen Platz im Herzen hat, ist der Wunsch nach einem Ort zum Trauern groß, ein würdiger Abschied wichtig und die Erinnerung sehr kostbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Nur einen Zaun getrennt oder doch im Tod vereint</b></p>
<p>Tierfriedhöfe gibt es in ganz Deutschland. Wer sein geliebtes Haustier auch nach seinem und dessen Tod ganz in der Nähe haben will, kann schon seit ein paar Jahren beim „Bärliner Tierhof“ sein Tier auf einem Grundstück beisetzen lassen, das an einen Menschenfriedhof grenzt. Hier wird  der Wunsch „Mensch und Tier“ oder „Herrchen und Hund“ auch im Tod zu vereinen, fast schon Realität. Ein Fakt ist, dass die (Nach-)Frage nach gemeinsamer Bestattung seit ein paar Jahren nicht nachlässt. Gerade ältere Menschen, für die ihr Haustier oft der einzig verbliebene soziale Kontakt ist, wünschen sich eine derartige Bestattungsform sehr. Für sie ist ihr Tier oft über die letzten Jahre der beste Freund. Der Gedanke oder vielmehr die Gewissheit, den letzten Weg gemeinsam zu gehen, kann daher etwas sehr Tröstliches darstellen. Diese Möglichkeit gibt es nun seit Juni 2015 in Essen. „Unser Hafen“ lautet der Name dieser neuen Friedhofsform. Ein weiterer dieser Art ist in Koblenz entstanden, nachdem die Friedhofsbetreiber immer häufiger auf das Thema angesprochen wurden.</p>
<p>Bei Tieren besteht &#8211; im Gegensatz zum Menschen &#8211; kein Sargzwang. Deshalb werden derzeit auch in Augsburg die rechtlichen Möglichkeiten einer gemeinsamen Bestattung geprüft. Für die Verantwortlichen in Bayern ist es nicht nur eine Frage des Platzes, sondern auch der Ethik und Moral, ob man die bestehenden Gesetze lockern möchte. Man darf angesichts dieser Ereignisse gespannt sein, wie es weitergeht, denn Bestattungsbestimmungen sind Ländersache. Auch in Brandenburg ist die gemeinsame Beisetzung bisher weiterhin nicht erlaubt. Eine prominente Ausnahme gibt es dort allerdings: Friedrich der Große liegt in seinem Schloss Sanssouci in Potsdam auf der Terrasse ganz in der Nähe seiner geliebten Windhunde begraben. Eigentlich ist der Wunsch nach einem gemeinsamen Grab also nicht wirklich etwas Neues: Schon die alten Ägypter ließen sich mit ihren Hunden beerdigen. Hierfür gab es wohl aber eher religiöse Gründe.<b></b></p>
<p><b>Was, wenn der Mensch vor dem Tier geht?</b></p>
<p>Man mag ja eigentlich nicht gerne über diesen Fall nachdenken, und doch könnte er eintreten. Was geschieht, wenn wir vorher gehen? Wer kümmert sich dann und können wir ganz sicher sein? Das ist eine umso größere Frage, wenn keine weiteren Angehörigen da sind, die sich kümmern möchten oder können. Dabei gibt es sogar gesetzliche Möglichkeiten vorzusorgen, falls das Tier vor einem selbst sterben sollte. Sonst überlässt man das Schicksals seines Tieres und die Umstände seiner Beisetzung gegebenenfalls dem Zufall. Mit einer sogenannten Tier-Vorsorgevollmacht hat man die Möglichkeit, die Zukunft des Tieres vorzeitig bzw. rechtzeitig zu regeln. Man bevollmächtigt damit eine Person oder einen Tierschutzverein seines Vertrauens, sich um das Tier zu kümmern &#8211; sollte man selbst mal nicht mehr sein. Hier empfiehlt es sich, die Vorsorgevollmacht gemeinsam auszufüllen und darüber hinaus beim Bevollmächtigten auch eine Kopie zu hinterlegen, mit der er später seine Legitimation nachweisen kann. Um sicherzugehen, dass diese Verfügung auch rechtzeitig zur Kenntnis genommen wird, informiert man beispielsweise Angehörige, wo wichtige Dokumente zu finden sind und bewahrt auch die eigene Vollmacht dort auf. Wer ganz sichergehen will, bringt das Schriftstück irgendwo sichtbar in seiner Wohnung an oder bewahrt es in der Brieftasche auf. Sicher ist sicher! So kümmert man sich auch im Falle seines eigenen Ablebens noch danach umfassend um sein Tier.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wandel der Werte</b></p>
<p>Wer sich jetzt gefragt hat, wie es zu dieser umfassenden Behandlung des Themas kommt, wird merken: Die Werte zum Umgang mit dem Thema Tod sind gerade, was Tiere betrifft, im Umbruch. Hier mag ein Faktor sein, dass der demographische Wandel der Bedeutung des Tieres einen höheren Stellenwert im hohen Alter verleiht. Vielleicht trägt dieser offenere Umgang auch dazu bei, dass in naher Zukunft die Fragen rund um Tod und Sterben gesamtgesellschaftlich weniger tabuisiert werden, als sie es derzeit in unserem Kulturkreis sind. Dass der Tod zum Leben dazugehört, zeigt sich auch beim Tier, denn auch hier möchte man die Erinnerung lebendig halten und am liebsten für immer zusammen sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>http://www.tz.de/leben/tiere/gemeinsame-beerdigung-haustier-erlaubt-5000910.html</p>
<p>https://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&#038;rlz=1C1CHMC_deDE561DE561&#038;ion=1&#038;espv=2&#038;ie=UTF-8#q=mit%20tier%20beerdigen%20lassen</p>
<p><a href="http://www.welt.de/lifestyle/article10981377/Wo-Herrchen-und-Hund-im-selben-Grab-liegen-sollen.html">http://www.welt.de/lifestyle/article10981377/Wo-Herrchen-und-Hund-im-selben-Grab-liegen-sollen.html</a></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gemeinsame-bestattung-von-mensch-und-tier-mit-dem-herrchen-beigesetzt/11767366.html">http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gemeinsame-bestattung-von-mensch-und-tier-mit-dem-herrchen-beigesetzt/11767366.html</a></p>
<p>h<a href="file:///C:/Users/DANIEL~1.JEF/AppData/Local/Temp/$$dv$$/Blogbeitrag_Bestattung_Mensch_Tier.doc#plx1284281997">ttp://www.derwesten.de/staedte/essen/der-erste-friedhof-fuer-mensch-und-tier-entsteht-in-essen-id10669802.html#plx1284281997</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span><a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Koennen-sich-bald-auch-in-Bayern-Mensch-und-Tier-ein-Grab-teilen-id34201952.html">http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Koennen-sich-bald-auch-in-Bayern-Mensch-und-Tier-ein-Grab-teilen-id34201952.html</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">http://www.tier.tv/magazin/anubis-tierbestattungen-in-wuerde-abschied-nehmen</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild Titel: <a title="Sehen Sie weitere Bilder von diesem Anbieter" href="https://ru.fotolia.com/p/203497281">© zakalinka</a></p>
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